Anwendung · Bodensanierung und Bodenwäsche
Waschwasseraufbereitung in der Bodenwäsche
Waschwasseraufbereitung in der Bodenwäsche heißt: das schadstoffreiche Feinkorn aus dem Prozesswasser flocken, damit Klarwasser zurück in die Wäsche geht und der Schlamm entwässert werden kann. FMfloc liefert dafür Polymeransatz, Dosierung und Fernüberwachung, gekauft oder gemietet.
Stand
- Feinkorn mit Schwermetallen und PAK abtrennbar machen
- Waschwasser im Kreislauf statt im Kanal
- Mietanlage für die Laufzeit der Sanierung
Die Schadstoffe stecken im Feinkorn
Eine Bodenwaschanlage trennt belasteten Aushub nach Korngröße. Sand und Kies werden gewässert, abgerieben und gesiebt. Schluff und Ton unter 63 µm landen im Waschwasser, und mit ihnen der größte Teil der partikelgebundenen Schadstoffe.
Dieses Feinkorn sinkt ohne Hilfe kaum ab. Bleibt es im Kreislauf, legt es sich wieder auf den gewaschenen Sand, bremst den Eindicker und erreicht die Presse als nasser, schwer pressbarer Schlamm. Dazu kommt der Wechsel: Jede Bodencharge bringt andere Körnung und Belastung mit.
Typische Einsatzorte
- Ehemalige Gaswerke und Kokereien
- Industriebrachen und Konversionsflächen
- Schießanlagen mit Bleibelastung
- Stationäre Bodenbehandlungszentren
- Mobile Sanierungsbaustellen
Der Weg des Prozesswassers durch die Bodenwaschanlage
Die Flockung greift nach der Sandabscheidung, wenn im Wasser nur noch Feinkorn ist. Von ihr hängen die Klarheit des Rücklaufs und die Entwässerbarkeit des Schlamms ab.
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Bestand oder Partner
Waschwasser aus der Bodenwäsche
Nasswäsche und Attrition lösen das Feinkorn vom groben Korn. Es fließt mit dem Waschwasser ab.
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Bestand oder Partner
Vorabscheidung
Hydrozyklon und Klassierer holen den gewaschenen Sand heraus. Im Prozesswasser bleibt das belastete Feinkorn.
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Lieferumfang FMfloc
Ansetzen und dosieren
Polymer wird angesetzt und nach Durchfluss dosiert, bei Bedarf über eine zweite Linie zusätzlich ein Fällmittel.
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Lieferumfang FMfloc
Mischen und flocken
Im Mischer binden sich Feinkorn und anhaftende Schadstoffe zu Flocken, die bis zur Trennung halten.
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Bestand oder Partner
Trennen und entwässern
Eindicker oder Schrägklärer trennt die Flocken ab, die Kammerfilterpresse macht aus dem Dickschlamm Filterkuchen.
Kreislauf: Klarwasser aus dem Eindicker und Filtrat der Presse gehen zurück in die Wäsche. Frischwasser ersetzt im Wesentlichen, was Sand und Filterkuchen mitnehmen.
FMfloc liefert Ansatz, Dosierung und Einmischung samt Fernüberwachung; Waschanlage, Hydrozyklon, Eindicker und Presse stellen Betreiber oder Partner.
Was FMfloc an der Bodenwaschanlage übernimmt
Wir bauen keine Waschanlagen und keine Pressen. Wir liefern die Flockungsstufe dazwischen und stimmen sie auf Ihren Boden ab.
Polymeransatz
Ansatzanlage für Pulver oder Emulsion mit Reifezeit, Konzentration 0,1–1,0 %. Für kurze Kampagnen reicht oft Flüssigpolymer aus dem IBC.
Zweite Dosierlinie für Fällmittel
Wenn der Laborversuch es zeigt, dosiert eine eigene Pumpe ein Eisen- oder Aluminiumsalz vor dem Polymer. Beide Mengen folgen dem Durchfluss.
Einmischung vor dem Eindicker
Mischer und Dosierpunkte so gesetzt, dass die Flocke stabil im Eindicker ankommt. Ausgelegt nach der Schlammmenge Ihrer Anlage.
Fernüberwachung und Protokoll
Dosiermenge, Durchfluss, Füllstände und Alarme laufen in die Cloud, Trübung und pH als Option. Die Aufzeichnung bleibt für die Projektakte abrufbar.
Mehr zu den Komponenten Ansatzanlagen Mischer Mobile Anlagen Fernüberwachung
Feinkorn im Kreislauf: ohne und mit geregelter Flockung
Die Bodenwäsche selbst bleibt gleich. Der Unterschied liegt darin, wie zuverlässig das Feinkorn aus dem Prozesswasser herauskommt.
| Ohne geregelte Flockung | Mit FMfloc Flockung | |
|---|---|---|
| Rücklauf in die Wäsche | Trüb, Feinkorn gelangt zurück auf den Sand | Geklärt, Feinkorn bleibt im Schlammstrom |
| Eindicker | Langsames Absetzen, Durchsatz an der Grenze | Flocken sinken zügig, Durchsatz bleibt stabil |
| Schlamm zur Presse | Dünn und schwer pressbar | Konditioniert, Entwässerung im Versuch ermittelt |
| Wechselnde Bodenchargen | Feste Pumpeneinstellung, Über- oder Unterdosierung | Dosierung folgt Durchfluss, Rezeptur je Charge prüfbar |
| Dokumentation | Schichtzettel von Hand | Dosiermenge und Durchfluss fortlaufend in der Cloud |
So testen wir Ihren Schlamm
Welches Polymer passt und wie viel davon nötig ist, zeigt nur ein Versuch mit Ihrem Schlamm. Der Weg dorthin hat drei Schritte.
Am aussagekräftigsten ist Schlamm aus dem Zulauf zum Eindicker; bitte geben Sie die bekannte Belastung mit an, damit wir die Probe sicher handhaben.
Kostenlose Schlammprobe anfragen-
Probe schicken
Zwei Liter Schlamm oder Waschwasser genügen. Die Untersuchung ist kostenfrei. Wie Sie die Probe abfüllen und versenden, besprechen wir vorab mit Ihnen.
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Laborversuch
Wir testen mehrere Polymere an Ihrer Probe und vergleichen Flockenbild, Absetzverhalten und Klarwasser. Sie erhalten einen Bericht mit Produktempfehlung und Dosierbereich.
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Testanlage vor Ort
Eine Mietanlage läuft an Ihrem Standort unter realen Bedingungen. Die Fernüberwachung zeichnet Durchfluss und Dosiermenge auf, die Werte liegen danach dokumentiert vor.
Testen, mieten oder kaufen
Welcher Weg passt, hängt von Laufzeit und Planbarkeit ab. Alle Anlagen haben dieselbe Bedienung und dieselbe Cloud-Anbindung.
Testen
Erst nachweisen, dann entscheiden
Laborversuch und Testanlage vor Ort zeigen, welches Polymer und welche Dosierung Ihr Schlamm braucht. Über eine Investition entscheiden Sie auf Basis eigener Messwerte.
Mieten
Für Projekte mit absehbarem Ende
Container- und Trailer-Anlagen, wochenweise mietbar, betriebsfertig mit Mobilfunkanbindung. Passend für Baustellen, Beckenräumungen, Kampagnen und Übergangszeiten.
Kaufen
Für den Dauerbetrieb
Stationäre Ansatz- und Dosieranlage, ausgelegt nach Ihrer Schlammmenge und eingebunden in die vorhandene Steuerung. Das Trenn- oder Entwässerungsaggregat bleibt Bestand oder kommt vom Partner.
Eine Sanierung endet mit dem letzten Baufeld, deshalb läuft die Mietanlage genau so lange wie Ihre Waschkampagne. Mietanlagen
Vertiefung
Hintergrund für Planung, Betrieb und Genehmigung. Die Abschnitte lassen sich einzeln aufklappen.
Polymerwahl für belastetes Feinkorn
Das Feinkorn aus der Bodenwäsche ist selten rein mineralisch. Humus, Teerreste und Tonminerale verändern die Oberflächenladung, und damit die Wahl des Flockungsmittels. Bei sandig-schluffigem Material genügt oft ein anionisches Polyacrylamid. Bei hohem Ton- oder Organikanteil führen ein kationisches Produkt oder ein Fällmittel vor dem Polymer zu stabileren Flocken.
Entschieden wird im Absetz- und Filtrationsversuch mit Ihrem Schlamm, nicht im Katalog. Weil sich die Chargen ändern, lohnt eine zweite Probe aus anderem Boden. Für kurze Projekte reicht Flüssigpolymer aus dem IBC, für lange Kampagnen spart Pulverpolymer im Wirkstoff.
Filterkuchen, Deklaration und Entsorgungsweg
Im Filterkuchen sammeln sich die abgetrennten Schadstoffe in konzentrierter Form. Welcher Weg für ihn gilt, ergibt die Deklarationsanalyse: Zuordnung zu einer Deponieklasse nach DepV im Einzelfall, oder eine Behandlung vor der Ablagerung.
Für die Kosten zählt neben der Belastung die Masse. Jeder Liter Wasser im Kuchen wird mitgefahren und mitbezahlt, ein höherer Trockensubstanzgehalt senkt also Tonnage und Entsorgungskosten. Wie trocken der Kuchen wird, hängt von Kornverteilung, Organikanteil und Presse ab; die Flockung legt dafür die Grundlage. Die gewaschenen Sande sind eine eigene Fraktion, deren Verwertung der Betreiber nachweist.
Genehmigung und Nachweis
Bodenwaschanlagen sind in Deutschland typischerweise nach BImSchG genehmigt. Für Annahme und Entsorgung gelten KrWG und DepV, für den Wiedereinbau gewaschener Sande die ErsatzbaustoffV. Grenzwerte und Messpflichten stehen im Bescheid. Das ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung.
Was wir beitragen, ist ein lückenloses Betriebsprotokoll. Die Anlage zeichnet Dosiermenge, Durchfluss, Füllstände und Alarme fortlaufend in der Cloud auf, Trübung und pH auf Wunsch. So lässt sich für jede Charge zeigen, wie die Flockung lief. Probenahme und Laboranalytik ersetzt das nicht.
Schadstoffe am Feinkorn oder gelöst
Flockung trennt Partikel vom Wasser. Was an Schluff, Ton oder organischer Substanz haftet, wandert mit der Flocke in den Schlamm und später in den Filterkuchen. Das betrifft vor allem Schwermetalle und PAK, die im Boden überwiegend partikelgebunden vorliegen.
Gelöste Stoffe hält die Flocke nicht zurück. Leichtflüchtige Kohlenwasserstoffe wie BTEX oder LHKW, gelöste Cyanide und PFAS bleiben weitgehend im Wasser. Ob ein Fällmittel einen Teil gelöster Metalle erfasst, hängt von Wasserchemie und pH ab und wird im Labor geprüft. Für den Rest braucht es eine nachgeschaltete Wasserbehandlung, die Betreiber oder Fachpartner auslegen.
Häufige Fragen (FAQ)
Warum sitzen die Schadstoffe im Feinkorn?
Weil Feinkorn im Verhältnis zu seiner Masse eine sehr große Oberfläche hat. Ton, Schluff und organische Bestandteile binden Schwermetalle und PAK an diesen Oberflächen, Sand und Kies bieten dafür kaum Platz. Die Bodenwäsche nutzt das aus: Sie reibt das Feinkorn vom groben Korn ab und trennt nach Korngröße. Zurück bleibt eine kleine, stark belastete Fraktion im Waschwasser.
Wie wird das Waschwasser im Kreislauf geführt?
Das geklärte Wasser läuft aus dem Eindicker zurück in die Wäsche, das Filtrat der Presse ebenso. Frischwasser ersetzt im Wesentlichen den Anteil, der mit gewaschenem Sand und Filterkuchen die Anlage verlässt. Gelöste Stoffe reichern sich dabei an, weil die Flockung sie nicht abtrennt. Wie viel Wasser deshalb ausgeschleust und behandelt werden muss, legt der Betreiber anhand seiner Messwerte fest.
Welcher Entsorgungsweg gilt für den Filterkuchen?
Das entscheidet die Deklarationsanalyse des Filterkuchens. Sie bestimmt, welcher Deponieklasse nach DepV er im Einzelfall zugeordnet wird oder ob er vorher behandelt werden muss. Für die Kosten zählt außerdem die Masse: Je höher der Trockensubstanzgehalt, desto weniger Wasser wird transportiert und bezahlt. Die Flockung bereitet den Schlamm so vor, dass die Presse ihn gut entwässern kann.
Welche Nachweise und Dokumentation sind möglich?
Möglich ist ein fortlaufendes Betriebsprotokoll der Flockung in der Cloud. Es zeigt Dosiermenge, Durchfluss, Füllstände und Alarme für jede Schicht, auf Wunsch ergänzt um Trübung und pH. Damit belegen Sie gegenüber Gutachtern, wie die Anlage gefahren wurde. Analytik ersetzt das Protokoll nicht: Wasserproben, Deklarationsanalyse und Nachweise für die gewaschenen Sande bleiben Aufgabe akkreditierter Labore.
Kann ich die Flockungsanlage für ein befristetes Sanierungsprojekt mieten?
Ja, die Ansatz- und Dosieranlage gibt es als Container oder Trailer zur Miete für die Projektdauer. Sie kommt betriebsfertig verkabelt und mit Mobilfunkanbindung für die Fernüberwachung. Angeschlossen wird sie an Waschanlage, Eindicker und Presse, die Sie oder Ihre Partner stellen. Nach der letzten Charge geht sie zurück, Investition und Rückbau bleiben nicht bei Ihnen.
Was passiert mit gelösten Schadstoffen?
Gelöste Schadstoffe bleiben weitgehend im Wasser, denn die Flockung trennt nur Partikel ab. Das gilt etwa für leichtflüchtige Kohlenwasserstoffe, gelöste Cyanide und PFAS. Ohne Ausschleusung reichern sie sich im Kreislauf an. Für sie braucht es eine nachgeschaltete Wasserbehandlung durch Betreiber oder Fachpartner. Im Laborversuch klären wir, welcher Anteil partikelgebunden ist und was ein Fällmittel zusätzlich erfasst.
Verwandte Anwendungen
Schlamm aus Ihrer Bodenwäsche testen lassen
Schicken Sie uns 2 Liter Schlamm aus dem Zulauf zum Eindicker. Sie erhalten einen Laborbericht mit Polymerempfehlung und, falls nötig, einem Vorschlag für das Fällmittel. Danach folgt auf Wunsch die Testanlage an Ihrer Waschanlage.
Telefon +49 69 5000060 oder E-Mail an info@fmfloc.de. Wir antworten an Werktagen.
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